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Dynamischer Sonnenschutz: Elementarer Beitrag zur thermischen Sanierung

Wien, im März 2011. Nun ist es doch wieder soweit: Die österreichische Bundesregierung stellt 100 Mio. Euro für Förderungen im Bereich der thermischen Gebäudesanierung zur Verfügung. Und schon werden fleißig Fenster ausgetauscht und Heizkessel erneuert. Der Leistungsfaktor Sonnenschutz wird dabei aus Unwissenheit oft außer Acht gelassen.

Denn meist wird nicht bedacht, dass die Thermische Sanierung nicht nur die Heizkostenreduktion von Gebäuden, sondern auch das Vermeiden von Überwärmung beinhaltet. Der Sonnenschutz als passives Kühlsystem zur Vermeidung von Kühlenergie und Stromkosten stellt somit einen wichtigen Teil des Förderpaketes dar.

Betriebe erzeugen sehr hohe innere Wärmelasten. Kommt dann noch die Einstrahlung der Sonne hinzu, dann ist das so, als würde man im Sommer die Heizung voll aufdrehen. Ing. Johann Gerstmann, Sprecher des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik: „In der warmen Jahreszeit die Sonne ins Gebäude zu lassen und sie anschließend wieder teuer wegzukühlen, ist keine nachhaltige Lösung! Und Arbeitsfreude und Arbeitsleistung werden durch die Hitze auch nicht größer!“ Deshalb beinhaltet das Förderpaket auch die Thermische Sanierung von Klein- und Mittelbetrieben zur Sicherung des Sommerkomforts mit passiven Kühlmethoden bzw. außenliegendem Sonnenschutz!

Für gewerblich genutzte Gebäude, die älter als 10 Jahre sind, stehen für das Jahr 2011 30 Millionen Euro bereit. Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung des winterlichen und sommerlichen Wärmeschutzes und zur Steigerung der Energieeffizienz, wobei sich die Förderungshöhe nach der erzielten Sanierungsqualität bzw. dem Ausmaß der Unterschreitung der Anforderungen für den Heizwärme- und Kühlbedarf gemäß OIB-Richtlinie für die jeweilige Gebäude-Kategorie richtet.

Konjunkturpaket „Thermische Sanierung – Betriebe“ endlich ganzheitlich

Gerstmann: „Es ist höchste Zeit, den Sonnenschutz als sinnvolles Instrument für nachhaltigen Sommerkomfort einzusetzen! Er garantiert Nutzern und Bewohnern auch ohne aufwändige und teure Klimatechnik ein behagliches Raumklima!“ Denn während aufgrund thermischer Maßnahmen in der kalten Jahreszeit immer weniger wertvolle Energie zum Heizen gebraucht wird, prognostiziert die Internationale Energie Agentur einen Anstieg des Energiebedarfs für die Raumkühlung um das Fünffache! Die Bundesregierung beginnt – zaghaft, aber doch – mit der Förderung der sogenannten „passiven“ Kühlungstechniken, indem sie neben der Dämmung von Bauteilen und der Nutzung regenerativer Warmwasser- und Heizsysteme auch „Verschattungssysteme zur Reduzierung des Kühlbedarfs“ in die Liste der förderungsfähigen Maßnahmen aufnimmt. Und ein Systembonus für durchdachte betriebliche Energieeffizienzmaßnahmen soll vor allem kleine und mittlere Unternehmen motivieren, umfangreichere und ganzheitliche Projekte zu planen und umzusetzen.

Gerstmann: „ich denke, damit ist man auf dem richtigen Weg. Auch wenn es sich lediglich um einen ersten Schritt handelt. Die Zukunft wird auch in der Praxis zeigen, was Studien und Modellrechnungen ja längst bewiesen haben: Moderne Gebäude – und zwar sowohl Wohnbauten als auch betriebliche Bauwerke – können ohne dynamischen Sonnenschutz energetisch und finanziell gesehen einfach nicht gut bilanzieren!“

Ganz besonders trifft dies laut dem Experten des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik auf motorisierte und automatisierte Systeme zu: „Sonnenschutztechnik macht aus transparenten Bauteilen Solarkollektoren,  die im Winter einen hohen Anteil zur Raumwärme beitragen und im Sommer die Kühllast um bis zu 100 % reduzieren können. Neben der Photovoltaik und Solarthermie ist die Sonnenschutztechnik somit die dritte wesentliche Säule im Bereich solarer Energienutzung!“

Übrigens: Wer eine Förderung für einen Betrieb in Anspruch nehmen möchte, sollte sich auf jeden Fall den 28. März 2011 vormerken – denn ab diesem Stichtag sind Einreichungen von Förderungsanträgen möglich! Erforderliche Unterlage ist der Energieausweis nach OIB-Richtlinie 6 mit der Berechnung des Heizwärme- und Kühlbedarfs des Gebäudes vor und nach der geplanten Sanierung.

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© Bundesverband Sonnenschutztechnik, Abdruck honorarfrei

Weitere Informationen und Highres-Bildmaterial für die Presse

Pressestelle des Bundesverband Sonnenschutztechnik
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